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Feuerrohbau­versicherung – Feuerschutz für Neubau und Bauphase

Ein Brand während der Bauphase kann ein Projekt innerhalb weniger Minuten weit zurückwerfen – und erhebliche Kosten verursachen.

ANCORA prüft für Bauherren, Immobilieneigentümer, Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften und Haus­verwaltungen, wie der Brandschutz des Bauvorhabens sinnvoll mit Bauleistungs-, Bauherren­haftpflicht- und Gebäude­versicherung abgestimmt werden kann.

Für Neubau, Umbau, Sanierung, WEG und gewerbliche Immobilien.

Sanierungsbaustelle an einem Mehrfamilienhaus mit Gerüst und gesicherter Baustelle

KI-generiertes Symbolbild

Feuerschutz

Was ist eine Feuerrohbau­versicherung?

Während ein Gebäude entsteht, erweitert oder grundlegend umgebaut wird, besteht bereits lange vor der endgültigen Fertigstellung ein erheblicher Sachwert. Gleichzeitig ist der Rohbau besonderen Brandrisiken ausgesetzt: offene Gebäudeteile, Baustellen­einrichtungen, provisorische Stromversorgung, Schweiß- und Heißarbeiten oder gelagerte Materialien erhöhen das Schadenpotenzial.

Die Feuerrohbau­versicherung – häufig auch Rohbaufeuer­versicherung genannt – schützt den entstehenden Bau beziehungsweise die versicherten Gebäude­bestandteile gegen vereinbarte Feuergefahren. Bei vielen Versicherern kann sie im Zusammenhang mit einer späteren Wohn- oder Gewerbegebäudeversicherung vereinbart werden. Umfang, Dauer und Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch je nach Versicherer und Tarif.

Die Feuerrohbau­versicherung ist eine Sachversicherung für die Bauphase. Sie soll das noch nicht bezugsfertige Gebäude beziehungsweise den versicherten Rohbau gegen bestimmte Feuergefahren absichern. Welche Gebäude­bestandteile und Bauleistungen bereits als versichert gelten, richtet sich nach dem jeweiligen Vertrag und dem Baufortschritt.

Typischerweise steht dabei nicht das Haftungsrisiko gegenüber Dritten im Vordergrund, sondern der finanzielle Schaden am eigenen entstehenden Gebäude.

Merksatz

Die Feuerrohbau­versicherung schützt den entstehenden Gebäudewert vor vereinbarten Feuergefahren – die Bauherren­haftpflicht schützt dagegen vor Ansprüchen Dritter.

Gefahren

Welche Gefahren können versichert sein?

Je nach Vertrag umfasst der Feuerschutz insbesondere die klassischen Feuergefahren. Häufig gehören dazu:

Brand

Blitzschlag

Explosion

gegebenenfalls weitere im Vertrag ausdrücklich genannte Feuer- oder Folgerisiken

Der konkrete Vertrag entscheidet

Entscheidend ist immer der konkrete Versicherungsvertrag. Gerade bei größeren oder gewerblichen Bauvorhaben sollte nicht allein von der Bezeichnung „Feuerrohbau­versicherung“ auf den tatsächlichen Deckungsumfang geschlossen werden.

Brandrisiken

Warum ist Feuer während der Bauphase ein besonderes Risiko?

Ein Rohbau befindet sich in einer Übergangsphase. Viele Schutzmechanismen des später fertiggestellten Gebäudes sind noch nicht vollständig vorhanden. Gleichzeitig arbeiten zahlreiche Gewerke parallel auf der Baustelle.

Schweiß-, Löt-, Trenn- und andere Heißarbeiten

provisorische elektrische Anlagen und Baustrom

brennbare Baustoffe und Verpackungsmaterialien

offene Gebäudeteile und fehlende Brandabschnitte

temporäre Heizgeräte und Trocknungstechnik

Arbeiten am Dach oder an technischen Installationen

eingeschränkte Brandfrüh­erkennung
während der Bauphase

Ein größerer Brandschaden kann nicht nur bereits errichtete Gebäudeteile zerstören, sondern auch Terminpläne, Finanzierung und Folgegewerke erheblich beeinflussen.

Bauleistung

Feuerrohbau­versicherung und Bauleistungs­versicherung – wo liegt der Unterschied?

Beide Versicherungen können sich bei einem Bauprojekt ergänzen, decken aber unterschiedliche Gefahrenbereiche ab.

Feuerrohbau­versicherung

  • Schutz des Rohbaus gegen vereinbarte Feuergefahren
  • Typische Themen: Brand, Blitzschlag, Explosion
  • Fokus auf Feuergefahren
  • Kann häufig mit einer späteren Gebäude­versicherung verbunden werden

Bauleistungs­versicherung

  • Schutz der Bauleistung gegen zahlreiche unvorhergesehen eintretende Sachschäden im vereinbarten Umfang
  • Typische Themen: Beschädigung, Zerstörung, außergewöhnliche Witterungseinflüsse oder Vandalismus – abhängig vom Vertrag
  • Feuerschäden sind in vielen Bauleistungskonzepten nicht oder nicht automatisch enthalten und müssen getrennt geprüft werden
  • Ist regelmäßig auf die Bauzeit und das konkrete Bauvorhaben ausgerichtet

Für größere Bau- und Sanierungs­maßnahmen sollte deshalb immer geprüft werden, ob beide Bausteine erforderlich sind und wie sie ohne Deckungslücken aufeinander abgestimmt werden.

Baubeginn

Wann sollte die Feuerrohbau­versicherung beginnen?

Der Versicherungs­schutz sollte vor Beginn der relevanten Bauarbeiten geklärt sein. Der genaue Versicherungsbeginn hängt vom gewählten Konzept ab. Wichtig ist, dass die Absicherung nicht erst dann geprüft wird, wenn der Rohbau bereits weit fortgeschritten ist.

Bei geplanten Neubauten kann es sinnvoll sein, die spätere Gebäude­versicherung bereits frühzeitig einzubeziehen. Je nach Versicherer kann die Feuerrohbau­versicherung für einen bestimmten Zeitraum im Zusammenhang mit dem anschließenden Gebäudevertrag angeboten werden.

Wichtig

Eine beitragsfreie Feuerrohbau­versicherung ist kein allgemeiner Marktstandard mit identischen Bedingungen. Laufzeit, Umfang und Bindung an die spätere Gebäude­versicherung müssen im konkreten Angebot geprüft werden.

Sanierung

Feuerrohbau bei Neubau, Umbau und Sanierung

Der klassische Anwendungsfall ist der Neubau. Aber auch bei umfangreichen Umbauten, Erweiterungen und Sanierungen können Feuer- und Bauleistungsrisiken neu bewertet werden müssen.

Altbau während der Sanierung mit freigelegtem Mauerwerk und neuen Bauelementen

KI-generiertes Symbolbild

Neubau von Wohn- oder Gewerbegebäuden

Anbauten und Aufstockungen

Dachausbau und Dachsanierung

Kernsanierung

umfangreiche energetische Sanierung

Umbauten mit Eingriffen in tragende Gebäudeteile

größere technische Moderni­sierungen

Erweiterung bestehender Gebäude

Bestehenden Gebäudevertrag einbeziehen

Bei bestehenden Gebäuden ist zusätzlich zu klären, wie der vorhandene Gebäude­versicherungs­vertrag während der Bauphase reagiert und welche Veränderungen dem Versicherer angezeigt werden müssen.

Bestand

Besonders wichtig bei bestehenden Immobilien

Bei Sanierungen reicht es nicht, nur über eine separate Rohbauversicherung nachzudenken. Der bestehende Gebäudevertrag muss in die Prüfung einbezogen werden.

ANCORA prüft deshalb unter anderem:

Vertrag & Baumaßnahme

  • Bleibt die bestehende Gebäude­versicherung während der Baumaßnahme vollständig wirksam?
  • Muss die Baumaßnahme dem Versicherer angezeigt werden?
  • Ändert sich der Gebäudewert oder die Versicherungs­summe?

Neue Gebäudeteile & Nutzung

  • Welche neuen Gebäude­bestandteile sind ab welchem Zeitpunkt mitversichert?
  • Bestehen Einschränkungen bei Leerstand, Entkernung oder Nutzungsänderung?
  • Ist eine zusätzliche Bauleistungs- oder Feuerrohbau­versicherung erforderlich?

ANCORA-Ansatz

Bestehenden Schutz zuerst prüfen – erst danach zusätzliche Versicherungen ergänzen.

WEG & Verwaltung

Bauvorhaben von WEGs und Haus­verwaltungen

Feuerrohbau­versicherung für Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften

Bei Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften betrifft die klassische Feuerrohbau­versicherung vor allem größere bauliche Erweiterungen, Wiederaufbau- oder Neubauprojekte. Bei Sanierungen des Gemeinschafts­eigentums ist dagegen häufig entscheidend, wie der bestehende Gebäude­versicherer die Maßnahme einordnet.

Typische Maßnahmen, bei denen eine Prüfung sinnvoll ist:

  • Dachaufstockungen
  • größere Dach- und Fassadenmaßnahmen
  • Anbauten oder Erweiterungen
  • Wiederaufbau nach größeren Schäden
  • grundlegende Umbauten des Gemeinschafts­eigentums
  • umfangreiche energetische Moderni­sierungen

Für WEGs sollte der Versicherungs­schutz immer mit der bestehenden Gebäude­versicherung sowie der Bauherren­haftpflicht und Bauleistungs­versicherung abgestimmt werden.

Feuerrohbau­versicherung für Haus­verwaltungen

Haus­verwaltungen sollten größere Bau- und Sanierungs­maßnahmen möglichst vor Auftragsbeginn an ANCORA melden. Dadurch kann frühzeitig geklärt werden, ob der bestehende Versicherungs­schutz genügt oder angepasst werden muss.

Für die Prüfung sind insbesondere folgende Fragen relevant:

  • Welche Baumaßnahme ist geplant?
  • Wie hoch sind die voraussichtlichen Baukosten?
  • Welche Gebäudeteile werden neu errichtet, entkernt oder grundlegend verändert?
  • Bleibt das Gebäude während der Arbeiten genutzt?
  • Sind Heißarbeiten oder besondere Brandgefahren vorgesehen?
  • Welche Gebäude­versicherung besteht bereits?
  • Ist eine Bauleistungs­versicherung vorgesehen?
  • Wer tritt als Bauherr beziehungsweise Auftraggeber auf?

Fertigstellung

Was passiert nach Fertigstellung?

Mit der Fertigstellung beziehungsweise Bezugs­fertigkeit verändert sich das Risiko. Der Versicherungs­schutz muss dann in die dauerhafte Gebäude­versicherung übergehen beziehungsweise dort vollständig berücksichtigt sein.

01

Bauphase

Feuerschutz und versicherte Bauleistungen abstimmen.

02

Fertigstellung / Bezugs­fertigkeit

Den Übergang und das Ende des Rohbauschutzes rechtzeitig klären.

03

Dauerhafte Gebäude­versicherung

Gebäudewert, Nutzung und neue Technik vollständig berücksichtigen.

Deshalb sollte bereits bei Vertrags­abschluss geklärt werden:

Übergang & Bewertung

  • Wann endet der Feuerrohbauschutz?
  • Wann beginnt der vollständige Gebäude­versicherungsschutz?
  • Welche Versicherungs­summe beziehungsweise Bewertungs­grundlage gilt nach Fertigstellung?

Gebäude­bestandteile & Technik

  • Sind Nebengebäude, technische Anlagen und Außenbestandteile vollständig berücksichtigt?
  • Müssen Photovoltaik, Wärmepumpe oder andere neue Technik separat gemeldet oder versichert werden?

Checkliste

Welche Angaben benötigt ANCORA?

Für eine erste Prüfung des Feuerrohbau- und Gebäudeschutzes benötigen wir in der Regel:

Objekt & Kosten

  • Adresse des Bauvorhabens
  • Art des Gebäudes und geplante Nutzung
  • Neubau, Umbau, Erweiterung oder Sanierung
  • voraussichtliche Baukosten

Zeitplan, Schutz & Besonderheiten

  • Baubeginn und geplante Fertigstellung
  • Beschreibung der wesentlichen Baumaßnahmen
  • gegebenenfalls vorhandene Gebäude­versicherung
  • Angaben zu besonderen Brandrisiken
  • bei WEGs: Angaben zum Objekt und zur beschlossenen Maßnahme

Gesamtrisiko

ANCORA denkt das Bauprojekt als Gesamtrisiko

Die Feuerrohbau­versicherung sollte nicht isoliert betrachtet werden. Je nach Bauprojekt prüfen wir insbesondere das Zusammenspiel folgender Versicherungen:

Feuerrohbau­versicherung

Feuergefahren während der Bauphase

Bauleistungs­versicherung

Schäden an der Bauleistung

Bauherren­haftpflicht­versicherung

Haftungsrisiken gegenüber Dritten

Gebäude­versicherung

dauerhafter Schutz des fertigen Gebäudes

Haus- und Grundbesitzer­haftpflicht

Haftungsrisiken des Grundstücks beziehungsweise Bestandsobjekts

Photovoltaik­versicherung

neue PV-Anlagen

Technische Versicherungen

größere technische Anlagen

gegebenenfalls Ertragsausfall- oder Betriebs­unterbrechungs­schutz bei gewerblichen Immobilien

So entstehen keine einzelnen Versicherungsbausteine nebeneinander, sondern ein abgestimmtes Konzept für Bauphase und spätere Nutzung.

ANCORA-Ansatz

Feuerrohbau­versicherung mit ANCORA

Als Versicherungsmakler betreut ANCORA Immobilienbesitzer, Unternehmen, Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften und Haus­verwaltungen bei Neubau, Umbau und Sanierung.

Unser Ansatz lautet: Bauvorhaben verstehen, bestehenden Versicherungs­schutz einbeziehen, Schnittstellen prüfen und nur dort ergänzen, wo tatsächlich Bedarf besteht.

Schnittstellen zuerst prüfen

Nicht einfach eine zusätzliche Versicherung abschließen – zuerst prüfen, wie Feuerrohbau, Bauleistung und bestehende Gebäude­versicherung zusammenwirken.

FAQ

Häufige Fragen zur Feuerrohbau­versicherung

Ist eine Feuerrohbau­versicherung Pflicht?

Eine allgemeine gesetzliche Pflicht zum Abschluss besteht in der Regel nicht. Bei finanzierten Bauvorhaben können Kreditgeber jedoch einen ausreichenden Feuerschutz verlangen. Unabhängig davon sollte das erhebliche Schadenpotenzial während der Bauphase abgesichert werden.

Ist die Feuerrohbau­versicherung kostenlos?

Bei manchen Versicherern kann der Feuerrohbauschutz für einen bestimmten Zeitraum beitragsfrei angeboten werden, wenn anschließend die Gebäude­versicherung dort geführt wird. Das ist jedoch abhängig vom Versicherer, Tarif, Objekt und der vereinbarten Laufzeit.

Was ist der Unterschied zur Bauleistungs­versicherung?

Die Feuerrohbau­versicherung konzentriert sich auf vereinbarte Feuergefahren am entstehenden Gebäude. Die Bauleistungs­versicherung deckt andere unvorhergesehen eintretende Sachschäden an der Bauleistung im Rahmen der Bedingungen. Beide Bausteine können sich ergänzen.

Reicht die bestehende Gebäude­versicherung bei einer Sanierung?

Das lässt sich nur anhand des vorhandenen Vertrags und der konkreten Baumaßnahme beurteilen. Größere Umbauten, Entkernungen, Leerstand oder Nutzungsänderungen sollten vor Beginn der Arbeiten mit dem Versicherer beziehungsweise Makler abgestimmt werden.

Wann endet die Feuerrohbau­versicherung?

Das hängt vom vereinbarten Vertrag ab. Häufig endet der besondere Rohbauschutz mit Fertigstellung, Bezugs­fertigkeit oder nach Ablauf der vereinbarten Versicherungs­dauer. Entscheidend ist, dass anschließend lückenlos der vollständige Gebäude­versicherungsschutz besteht.

Kann die Feuerrohbau­versicherung auch für Gewerbeimmobilien genutzt werden?

Ja, auch gewerbliche Bauvorhaben benötigen während der Bauphase einen abgestimmten Feuerschutz. Die Ausgestaltung kann jedoch deutlich komplexer sein als bei einem klassischen Wohngebäude und sollte individuell geprüft werden.

Muss eine Photovoltaik­anlage während der Bauphase berücksichtigt werden?

Ja. Wird eine PV-Anlage bereits vor Fertigstellung montiert oder ist sie Teil des Gesamtprojekts, sollte geklärt werden, ab welchem Zeitpunkt und über welchen Vertrag sie versichert ist.

Kontakt

Sie planen einen Neubau oder eine größere Baumaßnahme?

Sprechen Sie möglichst vor Beginn der Arbeiten mit uns. Wir prüfen, wie der Feuerschutz während der Bauphase organisiert werden sollte und wie sich die Absicherung sinnvoll mit Bauleistungs-, Bauherren­haftpflicht- und Gebäude­versicherung verbinden lässt.

ANCORA Versicherungs-Vermittlungs GmbH

Ihr Versicherungsmakler für Immobilien, Haus­verwaltungen, Gewerbe und anspruchsvolle Bau- und Sanierungsprojekte.